1936 – 1945

Die Altlandsberger Kleinbahn bis Ende des Zweiten Weltkriegs

1936
Seit 1934 gibt es Bemühungen den Bahnbetrieb zu modernisieren. Der beabsichtigte Einsatz eines Sauggastriebwagens scheitert ebenso wie der angestrebte Betrieb mit Akkutriebwagen. 1935 wurde ein Projekt zur Elektrifizierung der Kleinbahn ausgearbeitet für Triebwagen mit 550-V-Gleichspannung. Bei der Strausberger und bei der Buckower Kleinbahn kann man mit dieser Betriebsart große Erfolge verbuchen.

1937
Zum 1. April beauftragt die Altlandsberger Kleinbahn AG das Landesverkehrsamt (LVA) Brandenburg, die Betriebsführung zu übernehmen. Die Kleinbahneigentümer erhoffen sich dadurch eine schnellere Durchsetzung ihrer Elektrifizierungspläne. Die zentral organisierte Betriebsführung lässt außerdem auf geringere Verwaltungskosten hoffen. Täglich verkehren elf Dampfzugpaare auf der Strecke.

1940
Die Elektrifizierung scheiterte. Die Gewinn- und Verlustrechnung offenbart eine äußerst komplizierte finanzielle Situation: Dem Aktienkapital des Unternehmens in Höhe von 143 000 RM stehen noch immer 167 524,61 RM an Verbindlichkeiten gegenüber.

1941
Die Altlandsberger Kleinbahn bestellt bei der Waggonfabrik Wismar einen vierachsigen Dieseltriebwagen. Wegen der bevorzugten Produktion von Rüstungsgütern wird das Altlandsberger Fahrzeug nicht mehr gebaut.

1944
Kriegsbedingt steigt der Personen- und Güterverkehr stark an, da kaum noch Lastkraftwagen und Omnibusse für zivile Transporte zur Verfügung stehen. Am 20. April 1945 muss der Kleinbahnverkehr aufgrund der sich nähernden Front eingestellt werden.

1945
Am 21. April 1945 verlässt ein Treckzug mit Altlandsberger Bürgern, Verwundeten und Personal des Krankenhauses sowie Mitarbeitern des Landesverkehrsamtes Brandenburg Altlandsberg in Richtung Westen. Nach abenteuerlicher Fahrt und einem Zwischenhalt bei der ebenfalls vom Landesverkehrsamt betriebenen Lehniner Kleinbahn erreicht der Zug mit einer Lokomotive, drei Personenwagen, einem Gepäckwagen und einem Güterwagen Ende April 1945 die vor Hamburg gelegenen Bahnhöfe Trittau und Willinghusen der Südstormarnschen Kreisbahn. Die Fahrzeuge verbleiben in Schleswig-Holstein und kehren nie wieder nach Altlandsberg zurück.

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