Kleinbahn

    1898
    Am 1. Juli 1898 gründet sich die „Altlandsberger Kleinbahn-Aktiengesellschaft“. Am 3. Oktober 1898 wird die rund 6,9 km lange Strecke mit den Zwischenstationen in Neuenhagen Dorf und Schützenhaus (später Amtsgericht und ab 1955 Altlandsberg Vorstadt) feierlich eröffnet.

    Bahnhofsgebäude dahinter die Kulturmanufaktur

    1900
    Täglich verkehren sechs Zugpaare mit Anschluss nach Berlin Schlesischer Bahnhof sowie nach Strausberg bzw. Küstrin. Die Fahrzeit beträgt 25 Minuten. Güterwagen werden bei Bedarf mit den Personenzgen befördert.

    1919
    Die Altlandsberger Kleinbahn beginnt aufgrund der komplizierten Wirtschaftslage rote Zahlen einzufahren.

    1921
    Nachdem der Betrieb 1920 bereits auf wenige Zugfahrten am Tage eingeschränkt war, ist die Kleinbahn am Zahlungsunfähig. Sie meldet am 3. Januar 1921 Konkurs an und stellt sofort den Betrieb ein. Schon bald wird der Zugverkehr mit Hilfe staatlicher Mittel wieder aufgenommen. Die „Altlandsberger Kleinbahn AG in Liquidation“ übernimmt die Betriebsführung selbst.

    Bahnhof Vorstadt später Amts- gericht Dieser Halt befand sich hinter dem heutigen Netto. Im Hintergrund ist Friedrichslust heute Alt Berg zu sehen Quelle: G.Mayer

    1923
    Die Kleinbahn gilt als unverzichtbar und muss bestehen bleiben. Das Konkursverfahren wird eingestellt und die Generalversammlung der Kleinbahn AG beschließt, das Unternehmen mit staatlichen Zuschüssen weiterzuführen.

    1930
    Die Siedlung-Seeberg und der Haltepunkt Seeberg – Kolonie entstehen. Er wird 1938 in Seeberg – Gartenstadt umbenannt und ist ab 1955 in den Fahrplänen als Altlandsberg – Seeberg zu finden.

    1935
    Die Altlandsberger Kleinbahn wird in den Bau des Berliner Autobahnringes einbezogen. Sie befördert vor allem Baustoffe. Die Autobahn überquert die KLeinbahntrasse nordöstlich von Neuenhagen. Ein Projekt zur
    Elektrifizierung der Kleinbahn mit Triebwagenverkehr kommt jedoch nie zur Ausführung.

    1937
    Das Landesverkehrsamt Brandenburg übernimmt die Betriebsführung der Kleinbahn.

    1940
    Kriegsbedingt wächst der Verkehr stark an. Am 20. April 1945 muß der Betrieb wegen der sich nähernden Front eingestellt werden.

    Haltepunkt Neuenhagen Quelle: G.Meyer

    1945
    Am 21. April 1945 verlässt der gesamte Fahrzeugpark als Lazarett- und Treckzug mit Anwohnern, Eisenbahnern und mit Schwerverwundeten Altlandsberg in Richtung Westen. Der Zug erreicht nach Zwischenstops Wochen später Schleswig-Holstein und kehrt nie wieder nach Altlandsberg zurück.

    1946
    Der Zugverkehr wird auf der inzwischen enteigneten Altlandsberger Kleinbahn am 12. Mai 1946 wieder aufgenommen. Die erforderlichen Fahrzeuge werden von fremden Bahnen ausgeliehen. Anfangs fahren täglich drei Zugpaare. Die Zugbetrieb endet und beginnt bis 1947 an der Station Amtsgericht, da das Gelände des Bahnhofs Altlandsberg von der Besatzungsmacht genutzt wird.

    Abfahrbereiter Zug in Hoppegarten um1930. Quelle: Qill

    1949
    Auf Anordnung der Besatzungsmacht werden fast alle dem öffentlichen Verkehr dienenden „nichtreichsbahneigenen Eisenbahnen“ in der sowjetisch besetzten Zone zum 1. April von der Deutschen Reichsbahn übernommen. So auch die Altlandsberger Kleinbahn.

    1952
    Werktags verkehren 13, sonn- und feiertags 10 Zugpaare. Viele Altlandsberger und Neuenhagener arbeiten in Berlin und nutzen die Bahn als Berufspendler.

    1958
    Bis auf den Berufs- und Güterverkehr übernehmen Omnibusse die Fahrten. Dadurch spart die Deutsche Reichsbahn beträchtliche Kosten. Mit dem Bau des Umspannwerks Neunhagen zweigen von der Stammstrecke an den Kilometern 3,7 und 4,1 Anschlußgleise ab.

    Bahnwärter bei der Überfahrt einer Straße Quelle: Klaus Krüger

    1962
    Die Deutsche Reichsbahn hat den Betrieb auf der Altlandsberger Strecke weiter vereinfacht. Die Gebäude auf demBahnhof Altlandsberg sind inzwischen abgebrochen. Das tägliche Personenzugpaar besteht aus einer
    Diesellokomotive und einem ofengeheizten Triebwagenanhänger aus den dreißiger Jahren.

    1965
    Zum 30. Mai 1965 wird der Zugverkehr auf der Strecke Hoppegarten – Altlandsberg gänzlich eingestellt. Nach Altlandsberg fahren nun ausschließlich Omnibusse. Bei Bedarf wird Altlandsberg weiterhin im Güterverkehr bedient. Ab 1. April 1966 gilt das Gleis vom km 4,2 bis zum km 6,7 als stillgelegt.

    Kleinbahn Flyer  über die Geschichte der Altlandsberger Kleinbahn ist hier zu finden.

    Öffnungszeiten:

    Samstags von 10:00 bis 12:00 Uhr
    oder nach Vereinbarung

     

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